Routine-Prüfungen sind wichtig!

Eins meiner Lieblingszitate stammt von Anton Bruckner und lautet „Wer hohe Türme bauen will, muß lange beim Fundament verweilen.“
Nicht jeder (Web-)Entwickler stimmt dem zu, aber für mich passt diese Aussage und so gehört es für mein Empfinden dazu, auch vermeintlich kleinen Fehlern nachzugehen. Meist ist ein kleiner Fehler nämlich ein Hinweis, dass irgendwo anders etwas im Argen liegt.

Um genau diese „kleinen“ Fehler zu finden, ist eine regelmäßige Überprüfung dieser Seite mit dem Visual SEO Studio ein Muss.
Gestern war es mal wieder soweit. Schnell das Visual SEO Studio gestartet, den Crawler angeworfen und nach wenigen Minuten war das Ergebnis auf dem Bildschirm:

Angeblich fehlte bei der Url http://www.joergbarth.de/seo/feed das Canonical-Tag.
Aber: die Url sollte eigentlich zu einem Feed führen, also einer XML-Datei.
Und noch komischer: Es gibt zwei Feeds, nämlich http://www.joergbarth.de/seo/feed und http://www.joergbarth.de/photographie/feed.
Sollten dann nicht zwei Fehler angezeigt werden?

Ein kurze Überprüfung mit den Webentwickler-Tools vom Firefox brachte folgendes Ergebnis:


Statt einer Klärung gab es jetzt noch mehr Verwirrung. Beide Urls liefern XML zurück, aber deklariert mit dem Content-Type „text/html“.
Aber halt beide, warum dann nur ein Fehler im Visual SEO Studio?

Warum das Visual SEO Studio korrekt arbeitet

Kurze Nachfrage bei Federico Sasso, dem Entwickler vom Visual SEO Studio, warum denn sein Tool so unterschiedlich reagiert.
Einige Minuten später kam die Antwort. In seinem Screenshot zeigte er mir, wie sich für ihn (und Visual SEO Studio) der Aufruf der beiden Urls darstellt:

Noch mehr Verwirrung! Zumindest das Visual SEO Studio war unschuldig, lieferte doch die Url /seo/feed wirklich „text/html“ (und dann natürlich ohne Canonical-Tag) zurück und die Anzeige des Fehlers war korrekt.
Das war also geklärt, meine Verwirrung aber immer noch da.

Wenn die Entwickler-Tools vom Firefox schon nichts merken, sollte das vielleicht einem anderen Tool gelingen. Also HTTPFox aktiviert und siehe da:

 

So, zumindest wurde jetzt klar, dass wirklich ein Unterschied besteht und das meine geliebten Entwicklertools hier eine kleine Schwäche zeigen (oder dass ich zu doof bin, die Ausgaben richtig zu interpretieren).

Nachdem die Diagnose jetzt zumindest reproduzierbare und nachvollziehbare Ergebnisse lieferte, konnte ich jetzt das eigentliche Problem angehen.
An den beiden Screenshots von HTTPFox ist zu erkennen, dass sich nicht nur der Content-Type unterscheidet, sondern auch einige andere Headerwerte.

Nur ein gepflegter Cache ist ein guter Cache

Insbesondere der bei /seo/feed fehlende X-W3TC-Minify-Header deutete darauf hin, dass bei dieser Url etwas mit dem Cache-Plugin nicht in Ordnung war. Nach Leeren des Caches vom Plugin „W3 Total Cache“ stellte sich der Aufruf nun so da:

Jetzt lieferten beide Urls also korrekterweise den Content-Type „text/xml“ zurück und auch der nächste Prüflauf mit Visual SEO Studio zeigte keine Fehler mehr.

Fazit

– Mein Vertrauen in die Ergebnisse vom Visual SEO Studio ist gewachsen (Visual SEO Studio is a pain killer).
– Mein Vertrauen in die Ergebnisse der Firefox-Entwicklertools ist gesunken, aber nur ein bißchen 😉
– Nach Änderungen an der Konfiguration von Plugins und dem Einsatz von Cache-Plugins sollte muss unbedingt der Cache geleert werden

und am allerwichtigsten:

– Routineprüfungen (zum Beispiel mit dem Visual SEO Studio) sind wichtig, werden doch dabei immer wieder mal Nicklichkeiten aufgedeckt!

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