BLACKOUT – Morgen ist es zu spät

Eigentlich mag ich keine Science-Fiction!

Warum? Weil mir viel zu viel abgefahrenes Zeug pseudowissenschaftlich aufbereitet serviert wird – Warp-Antrieb, Geoffrey-Röhren. Ist mir alles zu abgefahren und zu unrealistisch. Nur selten gibt es Authoren, die es schaffen, den Science-Part in Science-Fiction gut recherchiert und verständlich, nachvollziehbar darzustellen und zwar auch noch so, dass alles so realistisch ist, dass man die Geschichte ernst nimmt.

Ein seltenes Exemplar dieser Gattung liegt mit Marc Elsbergs Blackout vor.

Elsberg schaffte es, ein erst heute aktuelles Szenario zu ersinnen, lange bevor die Gegebenheiten Realität wurden. Globale Stromnetze und smarte Stromzähler in einem Internet der Dinge verknüpft zeichneten sich zwar ab, aber daraus ein solch realistisches Bild zu zeichnen, gelingt sicher nicht jedem. Die gut recherchierten Fakten dann noch in eine spannende Story einzubetten und erzählen zu können, ist dann noch das i-Tüpfelchen.

Selbst mich als Informatiker, denn es sonst bei mancher Fiktion eher gruselt als packt, überzeugte die Handlung so sehr, dass ich nicht nur das Buch in kürzester Zeit verschlungen habe, sondern auch vor dem Winter eine Grundausstattung an Wasserflaschen und Ravioli angelegt habe, um bei einem Stromausfall zumindest die ersten Tage überleben zu können. Meine bessere Hälfte bezeichnet mich seit eher auch als Preppi.

Mein Fazit: Unbedingte Leseempfehlung!

 

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