Level II: Ego-Thriller

Manchmal fange ich etwas unkonzentriert an, ein Buch zu lesen. Nimmt mich das Buch aber dann durch eine spannende Geschichte mit, habe ich oft keine Lust mehr, den Anfang nochmal zu lesen. Und genau bei Level II ist mir das auch passiert und so war ich öfter in der Verlegenheit, nicht zu wissen, warum Schill – der Protagonist – sich eigentlich auf dieses Abenteuer eingelassen hat. Erst auf den letzten Seiten hat Heiner Wacker dann nochmals den Anfang aufgegriffen und mir so auf die Sprünge geholfen.

Level II hat mich sehr gut unterhalten, denn durch eine mir so noch nicht untergekommene Thematik (Implantate als Bodyimprovements aber auch als Spielbegrenzer) aber vor allem durch den Sprachstil und den Wortwitz kam nie Langeweile auf, die eigentlich irrealen Situation konnte ich akzeptieren und die immer spannende Handlung hat mich am Weiterlesen gehalten.

Der Wandel des Schill vom eigentlich lebensrettenden Arzt zum kalten Exterminator zog sich wie ein roter Faden durch das Buch und wurde durch Schills Zynismus und Sarkasmus deutlich unterstrichen. So „nett“ habe ich selten die Beschreibung von Blut und Gehirnmasse gelesen.

Leider kam für meinen Geschmack das „Computer“-Thema ein wenig zu kurz.

Mein Fazit: ein – über die ganze Länge (sehr viel Länge!) – hinweg spannender, actionreicher Thriller begleitet von viel Zynismus des Protagonisten: Lesenswert!

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